Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

  • kalogoinvertiertbgfertig.png
  • Über uns
    • Vorstand
    • Büro-Team
    • Chronik
  • ZeitZeichen
  • Spirituelles
  • Int. Solidaritätsfonds
  • Mitglied werden
  • Kontakt
  • E-Mail
  • facebook
  • A: Schriftgröße: normal
  • A: Schriftgröße: groß
  • A: Schriftgröße: sehr groß
  • A: Standardfarben
  • A: Gelb auf Schwarz
  • A: Schwarz auf Gelb
  • A: Weiss auf Blau
  • A: Blau auf Weiss
  • A: Schriftgröße: normal
  • A: Schriftgröße: groß
  • A: Schriftgröße: sehr groß
  • A: Standardfarben
  • A: Gelb auf Schwarz
  • A: Schwarz auf Gelb
  • A: Weiss auf Blau
  • A: Blau auf Weiss
  • E-Mail
  • facebook
Hauptmenü ein-/ausblenden
Hauptmenü:
  • kalogoinvertiertbgfertig.png
  • Über uns
    • Vorstand
    • Büro-Team
    • Chronik
  • ZeitZeichen
  • Spirituelles
  • Int. Solidaritätsfonds
  • Mitglied werden
  • Kontakt

Inhalt:

Katholische Arbeitnehmer fordern neue Betreuungsmodelle für Arbeitslose

Neue Zugänge in der Betreuung und im Umgang mit Arbeitslosen fordert die Katholische Arbeitnehmer:innen-Bewegung Österreich (KABÖ). Sie nimmt den 15. Mai, der in der katholischen Kirche als Tag der Soziallehre gilt, zum Anlass, um auf ein innovatives Projekt hinzuweisen, an dem sie selber auch beteiligt ist: das „Reallabor Waldviertel Weinviertel West“. „Es hat zum Ziel, dass alle in einer Region lebenden Menschen am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Sowohl Arbeit wie auch Einkommen sollen gesichert sein und damit die Armut bekämpft. Es geht aber auch um die Bedeutung gemeinsamen Lebens, um regionale Wirtschaft, Mobilität und Nachhaltigkeit“, so die KABÖ. „Ein solcher Zugang ist für alle hilfreicher und sinnvoller als die simple Drohung mit der Kürzung des Arbeitslosengeldes.“
 
Sie erinnert in dem Zusammenhang daran, dass vor 40 Jahren, am 2. Mai 1984, ein innovatives arbeitsmarktpolitisches und unternehmerisches Projekt gestartet wurde: die Waldviertler Schuhwerkstatt in Schrems, heute GEA. Das Waldviertel war damals Krisenregion, geprägt durch Betriebsschließungen und steigende Arbeitslosigkeit. Einer der Initiatoren der selbstverwalteten Schuhwerkstatt war Karl Immervoll, heute Bundesseelsorger der KABÖ. Die Katholische Jugend machte sich für das Projekt stark. Ein Teil der Anschubfinanzierung kam von der Kollekte der Papstmesse von 1983 im Wiener Donaupark. „Die Schuhwerkstatt war Betrieb, Sozialprojekt und Experimentierraum“, so Immervoll: „Gleicher Lohn für Frauen und Männer sowie Angestellte und Arbeiter:innen, Mitbestimmung, Betriebsrat, Integration von Menschen mit Behinderung, Beschäftigung Strafentlassener, ein nachhaltiges und gesundes Produkt.“
 
1988 erhielt die Schuhwerkstatt den Papst-Leo-Preis für Verdienste im Sinne der katholischen Soziallehre in der Praxis. Der Preis erinnert an die erste katholische Sozialenzyklika „Rerum novarum“, die am 15. Mai 1891 von Papst Leo XIII. veröffentlicht wurde. Sie nahm erstmals aus kirchlicher Sicht das Los der Arbeiter in der Folge der Industrialisierung und deren Rechte in den Blick. Diese Enzyklika begründete die Tradition einer systematischen katholischen Soziallehre und war beispielgebend für die Sozialschreiben der nachfolgenden Päpste, zuletzt „Fratelli tutti“ von Papst Franziskus aus dem Jahr 2020.

 

Karl Immervoll, Geistlicher Assistent der KAÖ | privat

„Unterstützung gemeinsam mit Betroffenen erarbeiten“

So wie damals mit der Gründung der Waldviertler Schuhfabrik (sie ging 1994 an GEA / Heinrich Staudinger über) Neues ausprobiert wurde, so soll auch das „Reallabor“ die Möglichkeit eröffnen, neue Ideen und Zugänge zu erproben. Zum einen braucht es einen Paradigmenwechsel hin zu einer tatsächlich auf den/die Arbeitslose/n abgestimmten Betreuung, unterstreicht die KABÖ zu dem Projekt. Es müsse nicht der Mensch an die Angebote / offenen Stellen angepasst werden, sondern die Angebote an den Menschen: „Die Gründe für Schwierigkeiten am Arbeitsmarkt sind vielfältig wie die Menschen, die es betrifft; Arbeitslosigkeit macht Menschen zu Außenseiter:innen, lässt sie wirtschaftlich und seelisch verarmen. Die Folgen sind für die ganze Gesellschaft spürbar und teuer; denn trotz allem ist jeder Mensch wertvoll und in der Lage, einen Beitrag zu Wirtschaft und Gesellschaft zu leisten. Dafür braucht es neue Wege. Gemeinsam mit den Betroffenen muss erarbeitet werden, welche Unterstützungsangebote sie zur Erreichung ihrer Ziele benötigen. Auch gilt es, regionale Bedürfnisse laufend einzubeziehen und gemeinsame Lösungen zu entwickeln; Gemeinden und regionale Unternehmen werden als Partner gesehen.“

Das Werkzeug „Reallabor“ ist von der EU entwickelt worden. Für innovative Projekte kann dabei für eine begrenzte Zeit, beispielsweise für 3 Jahre, von der Einhaltung von manchen Regelungen und gesetzlichen Bestimmungen dispensiert werden; gleichzeitig können sie zeigen, wie Innovationen in Zukunft geregelt werden sollten. Sozialwirtschaftliche Unternehmen des Waldviertels und des Westlichen Weinviertels sowie weitere Initiativen haben sich nun zu einer „Reallabor-Plattform“ zusammengeschlossen. Einen Anstoß gab das Symposion „Wege zur sozialen Teilhabe“ im Juni 2022 in St. Pölten. Eine Gruppe von Praktiker:innen und Wissenschaftler:innen arbeitet seither an einem Modell zu „dringenden sozialen und arbeitsmarkpolitischen Fragen“ der Region, teilt die KABÖ mit. Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet und evaluiert.

Links: Broschüre Reallabor Waldviertel Weinviertel West
Karl Immervoll / Geschichte der Waldviertler Schuhfabrik


Rückfragen an:
KABÖ Kath. Arbeitnehmer:innen Bewegung Österreich
Spiegelgasse 3/2/6
A-1010 Wien
Tel. +43-664-6217198
kab.office@kaoe.at

 

zurück

nach oben springen
Diözese Graz-Seckau

Katholische ArbeitnehmerInnenbewegung Steiermark
Bischofplatz 4, 8010 Graz 
Telefon: 0316 8041-395
kab@graz-seckau.at

Links:
KAB Österreich
Katholische Aktion Steiermark

  • Impressum
  • Datenschutz
  Anmelden
nach oben springen