Mit großer Trauer vernehmen wir vom Tod Bischof Maximilian Aicherns.
Er war für uns der Arbeiterbischof schlechthin. Als Jugendlicher war er fasziniert von Kardinal Joseph Cardijn und engagiert in der Katholischen Arbeiterjugend (KAJ). Er war dabei, als tausende junge Arbeiter:innen die schweigenden Kerzen für die Christen und Christinnen in kommunistischen Ländern in der Basilika in Mariazell aufstellten und gelobten, sie erst anzuzünden, wenn diese Länder frei sind.
Als Bischof blieb er dieser Berufung treu. Dies zeigte sich in seiner Anwesenheit bei vielen Begegnungen der KAB, wo er an zahlreichen Bundeskonferenzen teilnahm und die Ehrenamtlichen ermutigte und unterstützte.
Er war Initiator und Motor für die Erstellung des Sozialhirtenbriefes 1990 und ein stetiger Unterstützer des Betriebsseminars in Linz, des Bildungshauses der Arbeitnehmer:innen.
Mit Bischof Maximilian verlieren wir den Sozialbischof, der soziale Gerechtigkeit forderte und auch an der Seite der Gewerkschaft dafür einstand. Er war - ganz im Sinne von Kardinal König - ein Brückenbauer zwischen Arbeiterschaft und Kirche.
Auch nach seiner Emeritierung erhob er noch oft seine Stimme und wurde bis zuletzt nicht müde bei den Menschen zu sein.
Dankbar für alles, die Katholische Arbeitnehmer:innen Bewegung Österreich.