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Stärkung der Demokratie

KAB-Vorstandsmitglied Arno Niesner beschäftigt sich schon lange und intensiv mit dem Thema Demokratie. Wie sehr ist Demokratie heute gefährdet und wie können wir sie stärken? Zu diesem wichtigen Thema hat die KAB am 21. Mai zu einer Podiumsdiskussion in die Pfarre St. Andrä geladen.

Johann Zeiringer begrüßte im Namen der KAB die Teilnehmer an dieser Diskussion, die in den Pfarrsaal St. Andrä gekommen waren, Moderatorin Anna Steiner stellte die Teilnehmer:innen vor, die nach einem kurzen Eingangsstatement auf die Fragen des Publikums eingingen.

KA-Generalsekretärin Anna Hollwöger beantwortete die herausfordernde Frage, ob sich Kirche und Demokratie nicht ausschließen, so: „Glaubensinhalte sind vorgegeben, in vielen Bereichen haben wir aber viele Gestaltungsmöglichkeiten, wie wir den Glauben mit Leben füllen“.

Demokratie stärken - jetzt! | Johannes Labner

Barbara Sima-Ruml, Gemeinderatskandidatin der GRÜNEN, wies darauf hin, wie wichtig es ist, dass Strukturen bereitgestellt werden, innerhalb derer man sich frei entscheiden könne. Sie als Mutter ist jeden Tag gefordert, ihren Kindern diesen Entscheidungsspielraum zu geben und gleichzeitig einen Rahmen vorzugeben.

Pascal Günsberg von der parteiunabhängigen Plattform PolEdu (politische Bildung an Schulen und Hochschulen) betonte, wie wichtig es ist, dass in einer Demokratie unterschiedliche Meinungen Platz haben müssen und forderte zu kontroversiellen Diskussionen auf. Er wies darauf hin, dass gerade die Steiermark mit einem freiheitlichen Landeshauptmann und einer kommunistischen Bürgermeisterin in Graz ein demokratiepolitisch bemerkenswertes Spektrum bietet.

Mit eindringlichen Worten für das Wahrnehmen demokratiepolitischer Steuerungsmechanismen innerhalb der Bevölkerung durch aktive Beteiligung, so eine von mehreren Wortmeldungen aus dem Publikum endete die Veranstaltung. „Unsere Großmütter sind noch auf die Straße gegangen, um wählen zu dürfen“, erinnerte ein KAB-Mitglied im Plenum an die Einführung des Frauenwahlrechts vor erst etwas mehr als 100 Jahren. Wer die Chance hat, mitzubestimmen, solle sie auch wahrnehmen. Das ist das wichtigste Instrument, das jeder von uns hat, um die Demokratie zu stärken.

Nach der gemeinsamen Diskussion „Demokratie stärken“ wechselten alle vom Veranstaltungssaal noch unter den freien Himmel im wunderschönen Park vor der Grazer Pfarrkirche Graz-St. Andrä. Bei dem von Mitgliedern des Grazer Integrationsvereins ISOP zubereiteten interkulturellen Buffet wurde auch das leibliche Wohl gestärkt.

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