Zum Internationalen Tag des freien Sonntags erinnert die Allianz für den freien Sonntag Österreich daran, wie unverzichtbar dieser gemeinsame Ruhetag für das soziale Gefüge, die Gesundheit und die Lebensqualität in unserer Gesellschaft ist. Seit 25 Jahren setzt sich die Allianz Österreich dafür ein, dass der freie Sonntag nicht ausgehöhlt, sondern geschützt und gestärkt wird – als verlässlicher Anker in einer zunehmend beschleunigten Welt.
Die Bedeutung partei-unabhängiger Medien für die Zukunft der Demokratie kam gestern auch beim KAB+Dialognachmittag im Andritzer Bezirksamt mit dem langjährigen KLEINE-ZEITUNG-Journalisten Dr. Ernst Sittinger pointenreich zur Sprache. Der seit über vier Jahrzehnte tätige Journalist, der nunmehr selbstständig arbeitet und sich in den letzten Jahren auch als gefragter Kabarettist einen Namen gemacht hat, wies aber auch auf die Herausforderung in der Zeitungs-Branche hin, die neben der üblichen Beachtung der Wirtschaftlichkeit durch die zunehmende Digitalisierung und KI-Einsatz gegeben sei. Mehr denn je sei in einer Demokratie auch die kritische Begleitung dieses Wandels durch den Staatsbürger ein Gebot der Stunde...
Mit großer Trauer vernehmen wir vom Tod Bischof Maximilian Aicherns.
Er war für uns der Arbeiterbischof schlechthin. Als Jugendlicher war er fasziniert von Kardinal Joseph Cardijn und engagiert in der Katholischen Arbeiterjugend (KAJ). Er war dabei, als tausende junge Arbeiter:innen die schweigenden Kerzen für die Christen und Christinnen in kommunistischen Ländern in der Basilika in Mariazell aufstellten und gelobten, sie erst anzuzünden, wenn diese Länder frei sind.
Als Bischof blieb er dieser Berufung treu. Dies zeigte sich in seiner Anwesenheit bei vielen Begegnungen der KAB, wo er an zahlreichen Bundeskonferenzen teilnahm und die Ehrenamtlichen ermutigte und unterstützte.
Er war Initiator und Motor für die Erstellung des Sozialhirtenbriefes 1990 und ein stetiger Unterstützer des Betriebsseminars in Linz, des Bildungshauses der Arbeitnehmer:innen.
Mit Bischof Maximilian verlieren wir den Sozialbischof, der soziale Gerechtigkeit forderte und auch an der Seite der Gewerkschaft dafür einstand. Er war - ganz im Sinne von Kardinal König - ein Brückenbauer zwischen Arbeiterschaft und Kirche.
Auch nach seiner Emeritierung erhob er noch oft seine Stimme und wurde bis zuletzt nicht müde bei den Menschen zu sein.
Dankbar für alles, die Katholische Arbeitnehmer:innen Bewegung Österreich.
Am Samstag, 17. Jänner fand im Arbeiterkammersaal in der Strauchergasse der KAB-Studientag statt. Gestaltet war dieser Studientag als gemütlicher Brunch anlässlich der 70-Jahr-Feier der KAB-Steiermark.
In den Impulsreferaten ging zunächst Leopold Neuhold auf die Entwicklung der Kirche zur Arbeit(erschaft) in den letzten Jahrzehnten ein. Dieses Verhältnis war ja nicht immer ganz ungetrübt, Neuhold wies einerseits auf die Probleme, aber auch auf die Errungenschaften hin und er dankte der KAB für ihr Bemühen, darauf hinzuweisen, dass nicht nur die Erwerbsarbeit gesehen werden darf (bei aller Bedeutung, die ihr zukommt), sondern auch die vielfältigen Tätigkeiten, die unentgeltlich geleistet werden und für das Funktionieren einer Gesellschaft wichtig sind.
Werner Anzenberger berichtete über die vielen Veränderungen der Arbeitsbedingungen in den letzen 70 Jahren, er sprach über Kollektivverträge und Veränderungen der Arbeitszeiten und vieles mehr. Vor allem betonte er, welcher Wohlstand in diesem Zeitraum erarbeitet wurde.
Monika Fuchs machte einen Ausblick in die Zukunft, die ja schon längst begonnen hat. Sie wies auf Veränderungen hin, die Digitalisierung und die Nutzung der künstlichen Intelligenz (wobei der Begriff KI eigentlich nicht richtig ist) die Arbeitswelt von heute und noch mehr von morgen prägen werden.
Anneliese Pieber moderierte die anschließende Diskussion, sie bedankte sich für die rege Teilnahme an diesem Studientag und sie wies auf einige kommende Veranstaltungen hin, zu der im heurigen Jubiläumsjahr die Mitglieder der KAB an verschiedenen Orten in der Steiermark eingeladen werden.
Das Miteinander von ehrenamtlichen Kräften und öffentlichen Einrichtungen bei der Absicherung eines sozialen Mindest-Status aller Bürger eines Staates gerade in Zeiten beschränkter Finanzmittel in Gemeinden und Ländern sei wertvolle Ergänzung des Sozialstaates: Dies betonte gestern die Grazer Bürgermeisterin Elke Kahr bei einem weiteren KAB+Nachmittagsdialog, zu dem KAB-Vorstandsmitglied Johannes Labner ins Andritzer Bezirksamt eingeladen hatte. Mehr denn je gelte es, auf die vielschichtigen Bedürfnisse und Nöte der Menschen genauer hinzusehen und entsprechend zu handeln. Dies unabhängig von persönlichen, politischen oder religiösen Überzeugungen – so die Bürgermeisterin der zweitgrößten Landeshauptstadt in Österreich, die sich auch für mehr Toleranz und gegenseitige Aufmerksamkeit im mitmenschlichen Umgang aussprach.
Mit diesen hoffnungsvollen Zeilen möchten wir uns für die Unterstützung und Begleitung der KAB im vergangenen Jahr bedanken und wünschen von ganzem Herzen frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr 2026!
Sollten nicht Christen ihren Glauben und ihre Werthaltungen selbstbewußter in ihrem gesellschaftlichen Umfeld einladend verkünden und leben? Ausgehend von einer Diskussion über die Zukunft der weitgehend heute noch arbeitsfreien Sonn- und Feiertage mit dem „Antenne“-Theologen Mag. Walter Drexler wurde dieser Gedanke mehrfach beim letzten KAB+Nachmittagsdialog im Andritzer Bezirksamt ausgesprochen. Gewinnen wir wirklich ein mehr an Lebensqualität“, wenn der „Tag des Herrn“ dem Konsumrausch und grenzenloser Gewinnsucht geopfert wird...